Hier beschreibe ich das Leben eines Mannes der später als Opa meiner Kinder in die Familie kam
Es war einmal so fangen die meisten Geschichten an
Heute geht es um einen Mann, nennen wir in Olly, der 1939 geboren wurde und 2019 von uns ging.
Seinen Ursprung fand er in einem Zusammenspiel einer 18-jährigen Frau und eines 25jährigen Mannes. Und es war LIEBE dachte man. Das Elternhaus der Dame war gut bürgerlich. Man besaß ein Caffee, in der Nähe einer Großstadt und verkaufte selbst bereitete Eisspezialitäten. Es war ein beliebter Ausflugsort. Der Job war hart, aber brachte auch Geld ein. Die Mutter von Olly arbeitete mit. Allerdings für Kost und Logie. Das Trinkgeld konnte sie behalten. Davon gab es insgeheim reichlich. Denn mit ihrem jugendlichen Charm, ihrem Flirttalent ließ sich einiges erreichen. So auch ihren späteren Mann. Dieser war Kurierfahrer und kam aus einer turbulenten Familie. Sein Vater war eine Art Casanova, welcher bei einer Gruppe Schwestern hängenblieb. Die älteste starb schon nach kurzer Zeit an einer Krankheit. Er nahm dann die zweitälteste zur Frau und zog mit ihr nach Südamerika. Nach einigen Jahren und viel Heimweh ihrerseits, verstarb auch sie und wurde dort beerdigt. Zurück in Deutschland, bekam er mit der 3. Schwester, Ollys Vater. Wobei diese an Kindbettfieber verstarb. Er wurde als Bastard geboren, aber sein Vater erkannte die Vaterschaft im Nachhinein an. Danach baggerte er an der jüngsten Schwester, nennen wir sie Gabriele Aber deren Familie zog ein symbolisches Schwert und durchtrennte diese Liaison. Man wollte wohl den Fluch durchbrechen. Ollys Vater hatte nun keine Mutter, daher kümmerte sich Gabriele ein wenig um ihn. Denn sein Vater wurde ja verbannt. Ollys Vater und seine Mutter lernten sich also im Caffee kennen und lieben. Sie nahmen sich später, im Vorort einer Großstadt, in der Nähe von kleineren Industriefirmen, eine Hinterhauswohnung. Morgens wurde ausgeschlafen, dann ein bisschen Haushalt, kuscheln etc. und nachmittags ging es für sie mit dem Fahrrad ins Caffee und für ihn mit dem Krad auf Kurierfahrt. Sie war jetzt angestellt und bekam Lohn, wenn auch nicht üppig. Wenn es die Zeit erlaubte ging es ins Kino oder auf dem Rad in einen der Parks. Die beiden waren glücklich. Er fuhr nach der Arbeit ins Caffee und half ihr ein wenig. Bevor es dann heimging. Nun 1939 kam dann Olly zur Welt. Ein normalgewichtiger Junge, der das Leben der Beiden veränderte . Nicht unbedingt zum Nachteil . Sie blieb jetzt zu Hause und Olly stand im Mittelpunkt des Geschehens. Es war noch kein Krieg und die Welt schien in Ordnung .Denn sie war für beide überschaubar, da mangels eines Volksempfängers (Radio) auch mehr privat gehalten .Man hielt Kontakt zu den Nachbarn und besuchte sich auch gegenseitig .Auch Gabriele wohnte in der Nähe, sprich im selben Haus. Im Vorderhaus wohnte eine Familie , die Gesellschaftlich etwas besser aufgestellt war. Wir nennen sie Hirsch. Die Frau war zu Hause und ihr Mann arbeitete im Fernmeldeamt. Sie waren kinderlos. Auch Gabriele war kinderlos und verheiratet . Hier Mag man eher von einer Zweckbeziehung sprechen, denn Zärtlichkeiten waren nicht ihr Hobby . Beruflich war sie im Arbeitsdienst und nach dem Krieg zu Hause bzw. Arbeitsplicht wegen der Lebensmittelkarten und am Abend für die Zeugen Jehovas unterwegs. Später war sie Reinigungskraft im Kosum. Ein Lebensmittelgeschäft. Ihr Mann, nennen wir ihn Boxer, hatte keinen Beruf und war in verschiedenen Betrieben als Hilfskraft oder Werkschutz tätig .Hohe Ziele hatte er trotz alledem. Er trat in die SED ein und bewarb sich im Innenministerium für Job am Grenzübergang Marienborn .Da aber seine Grenzübertretende Post ,oder genau gesagt Pakete aus dem Westsektor, öfter mal beschlagnahmt wurden ,konnte er diesen Job nicht antreten. Gut getan hätte es ihm, denn finanziell war er nicht besonders gut drauf .Belegt sind zumindest ständig auftretende Mietschulden. Später war er dann als Kraftfahrer Tätig und ganz zum Schluss doch noch im Innenministerium .In welcher Funktion, keine Ahnung. Zum Abend sie also auf Bekehrtour und er im Boxverein. Einige Trophäen sind seine ,aber auch viele Niederlagen gehörten zum Boxalltag. .Natürlich wurde im Verein auch viel gefeiert ,was seiner ausgeprägten Geselligkeit und seinem komödiantischen Talent gut tat.
Aber zurück zur kleine Familie .Diese sollte größer werden und Olly bekam eine Schwester .Nennen wir sie Schwester .Als sie geboren wurde bekam sein Vater Fronturlaub, da wir uns nun im Krieg befanden .Krieg ,das hieß nun eine fast 20jährige allein mit 2 Kindern .Was damals schon herausfordernd war, wenn wir nur an das Windeln kochen etc. denken .Es hat auf jeden Fall gestunken. Sie lebte nun vom Sold des Gatten und half außerdem noch im Caffee aus, da dort die männlichen Arbeitskräfte knapp wurden . Auch lies die Hilfe der Nachbaren nach ,da zum einen die Männer an die Front gingen und manch Frau in den umliegenden Betrieben Arbeitsdienst Leisten durfte .Nun an manchen Tagen fühlte sich Mutter Olly einsam und alleingelassen .Sie war überlastet ,bekam ab und zu Post von Ihrem Gatten und vorwürfe von Gabriele .Eines Tages ließ sie kleine Schwester im Körbchen(Babybett) allein zu Hause (damals nicht unüblich) und ging mit Olly einkaufen. Auf diesem Weg kam sie mit einen jungen Mann ins Gespräch .Sie verstanden einander gut ,und unterhielten sich über dies und das (soll Italiener gewesen sein).Es wurde ein guter Freund ,nichts intimes ,aber ein Küsschen zum Abschied gab es trotzdem .Sie hatte nun jemanden ,der sie verstand und ihr Leben etwas erträglicher machte. Dieser Sachverhalt wurde von Leuten beobachtet ,welche mit Gabriele bekannt waren .Jene Frau welche schon immer der Meinung war ,das Mutter Olly nicht gut für die Kinder war und mit ihrem Leben nicht klar kommt .Sie sah nun eine Möglichkeit dem Ganzen ein Ende zu setzen .Gabriele, auch unterstützt durch ihrer Erfahrung als Jehova Aktivistin ,stellte Mutter Olly als billiges Flittchen dar ,das Ihre Kinder vernachlässigt .Auch sie war es ,die Vater Olly über das angebliche Verhältnis seiner Frau berichtete .Er war zu jener Zeit als Melder an der Ostfront eingesetzt und eingekesselt .Wie auch Herr Hirsch ,einer seiner Nachbarn .Da er nun nicht an die Heimatfront konnte , stimmte er per Brief einer Scheidung zu ,welche Gabriele bereits vorbereitet hatte .In einem kurzen Verfahren, wurde die Ehe geschieden und die Kinder dem Vater zugesprochen. Dieser sah sie aber nicht wieder.
Herr Hirsch bot Papa Olly im Kessel noch an, mit einigen Kameraden den Ausbruch zu versuchen. Aus Loyalität zum Führer lehnte er dies ab, gab aber Kameraden Hirsch sein Notizbuch mit. Herr Hirsch und Gefolge schafften den Durchbruch .Gingen dann aber trotzdem in russischer Gefangenschaft .Er hatte aber Glück ,denn er war einer der ersten, der wieder frei kamen 1947 .
Ja Mutter Olly hatte nun kein Einkommen mehr und auch die Kinder durfte sie nicht haben. Gabriele hat sich natürlich gleich den Olly gegriffen und ihn bei sich aufgenommen. Seine Schwester blieb zunächst bei der Mutter .Diese war nun am Ende . Geld war nur noch wenig da ,ihre Familie wollte von ihr nichts mehr wissen .Sie sah kein Licht mehr am Horizont .Was tat sie .Das Kind wurde noch einmal gefüttert und dann ins Bett gelegt. Ein kleiner Zettel daneben und die Tür offen gelassen. Sie verschwand, ging in den Westen Deutschlands und baute sich ein neues Leben auf. Mama Olly verstarb mit Mitte 80, recht wohlhabend ,war mit einem Polen zusammen und hatte keine Kinder mehr . dem Trauma sei Dank.
Das Kind wir sprechen von der zurückgelassenen Schwester wurde von Fr. Hirsch nicht von Gabriele gefunden. Es brannte im Hinterhaus und Fr. Hirsch wollte schauen ob jemand in Gefahr ist .Die Tür von Mutter Olly war nicht verschlossen und sie ging hinein .Im Bett lag ein stilles Mädchen mit großen Augen .Sie nahm Schwester ,legte auch einen Zettel hin und ging in Ihre Wohnung. Dieses Kind roch streng und war voller Pusteln .Also wollte sie es baden.Aber kaum kam Schwester mit Wasser in Berührung ,fing sie laut an zu schreien vor Schmerzen. Nun begann Fr. Hirsch, nach Rücksprache mit einem Arzt, das Kind vorsichtig mit einem Lappen abzutupfen und es langsam an Wasser zu gewöhnen.Die Pusteln gingen nach einiger Zeit zurück und auch vorsichtiges baden war nach einigen Wochen möglich .
Schwester wurde später übrigens Leistungsschwimmerin.
Ja, während und nach dem Krieg haben die Familien ,oder bekannte Waisenkinder in Pflege genommen. Später konnte dann adoptiert werden oder die Pflege wurde legalisiert.
Schwester wurde von Familie Hirsch adoptiert und ist nun ein Hirsch
Olly wollte nicht adoptiert werden blieb also als Pflegekind bei Gabriele und dem Boxer.
Gut Schwester hatte nun die schlechtere Ausgangslage ,aber sollte jetzt aufholen. Sie wuchs nun gut situiert auf . Als Herr Hirsch aus dem Krieg kam ,fand er natürlich sofort eine Job im Fernmeldeamt und auch Fr. Hirsch ging arbeiten .Ihre Wohnung wurde von Bomben verschont und ihr Hab und Gut blieb erhalten. Schwester wuchs in der DDR auf, ging in Kindergarten ,Schule ,betreibt Leistungssport und machte Abitur .Danach lehrte sie im Konsum Kauffrau in der Schmuck Abteilung und Studierte .Später war sie dann im öffentlichen Dienst in gehobener Stellung Tätig.
Und Olly ,Olly war bei Gabriele.
Ja ,es war noch Krieg .Gabriele und Olly wohnten im Hinterhaus 1.Etage 1Zimmer + Küche und Toilette auf dem Flur .Ein Luftschutzbunker war nicht in der Nähe ,aber der Keller .In diesen ging es nun des Öfteren. Auch Tags über .In der Nähe Ihrer Behausung gab es Industrie welche bombardiert wurde . Und nicht jede Bombe fand ihr Ziel .Tagsüber war die Wohnung verschlossen und Gabriele arbeiten .Olly spielte im Hof oder kletterte über Trümmer und suchte nach Öffnungen und Schätzen. Heulten Tagsüber die Sirenen ,so rannte er nach Hause in den Keller, wo auch schon einige Nachbaren waren .Direktes Spielzeug hatte er nicht ,er nahm das was ihm in die Hände kam. Oft saß er auf den Mülltonnen ,ließ die Beine baumeln und warf Steinchen. .Es gab nur noch wenige Kinder in der Gegend.Viele waren zum spielen noch zu klein und andere waren bei Verwandten oder in der Kinderlandverschickung auf dem Lande. Die Nächte waren nun auch alles andere als entspannt .Die Angriffe wurden mehr .Ständig dieses krachen und wackeln der Wände .Eine Art vibrieren. Immer die Angst getroffen zu werden. Und dann: verschüttet oder elendig verbrannt oder erstickt.Nach dem Krach kehrte furchtbare Stille ein .Es knisterte oder man hörte kurzes poltern herabstürzender Dachziegeln oder Hausfassaden .Draußen dreckiger staub, Rauch und Feuer .Meist brannte alles nieder ,da die Feuerwehr kaum noch ran kam, oder es schon keinen Sinn mehr machte ,zu löschen. Wasser war aber noch da .Strom nicht immer und Telefon gab es sowieso nicht .Am Morgen dann der Geruch von geräucherten oder angebrannter Milch ,wenn denn kein Wind war .Wenn es brannte war aber immer Wind.
Olly ging dann meist auf Entdeckungstour ,sprich schauen was sich verändert hat .Welche Haus ist kaputt ,welches brennt noch, Fährt die Strassenbahn oder wie voll ist der Leichentransport .Er sah auch weinende Frauen oder Männer die von Uniformierten in die zerstörten Werkshallen geführt wurden.
Nun der Krieg war vorüber ,sein zu Hause stand noch .Das erst die Amis und dann die Russen kamen, merkte er nicht ,er war erst 6. Was er mitbekam war ,das langsam aufgeräumt wurde ,und all der Bauschutt mit kleinen Eisenbahnzügen(Loren) auf einen Großen Berg gefahren wurden .Verwunderlich für ihn war auch , das die Soldaten nun eine andere Uniform trugen und nicht seine Sprache konnten .So hörte er oft dawai dawai .
Geld gab es nun auch nicht mehr ,sondern Zettel .Um den zu bekommen musste Gabriele Straßen und Wege freiräumen. Einmal nahm sie Olly mit ,aber er verschwand ständig .Er wollte halt keinen Schutt wegräumen .Nun mit den Zettel ging es nicht in ein Geschäft . Da diese entweder zerstört oder geschlossen waren. Es ging zu Ausgabestellen, manchmal nur vom LKW wo man den Zettel in eine begrenzte Zahl Lebensmittel tauschen konnte .So entstand auch seine spätere Geschäftsmodel.
Er hatte was zu Essen und jemand anderes nicht ,aber Hunger.Also bekam Olly für sein Essen etwas angeboten ,zum Beispiel eine Gabel aus Silber .Diese hatte der jemand wohl selbst gefunden . Als Gabriele die Gabel sah ,war sie aus dem Häuschen und Olly die Gabel los. Fortan teilte er Gabriele nichts von den Trophäen mit .Alles was er fand versteckte er im Hof, vielleicht kann man es noch brauchen. Ja ,nun kamen immer mehr Menschen in die Stadt und auch Waisen oder Ackerkinder genannt die vom Lande ohne Eltern in der Stadt landeten .Alles wirkte auch organisierter so wie auch der Gang in die Schule .Diese war provisorisch hergerichtet und mit alten strengen Nazilehren ausgestattet .Die wurden später durch jüngere Quereinsteiger abgelöst . Er war 7 als diese Phase begann .Anfangs lief es in der Schule Gut ,alles war neu und er Lernte Lesen und Schreiben .Später wurde es dann langweilig und er kam mit dem Stoff nicht mehr mit . Wenn er jetzt zur Schule ging ,dann um Kumpels zu treffen oder Tauschgeschäfte zu machen .Manchmal kletterte er auch über die Ruinen oder krabbelte ins Kino ,um eine Film zu sehen .Die Schule besuchte er bis zur 6. Klasse .Standard war damals die 8.Klasse .Er konnte das 1×1 ,lesen und ein bisschen nach eigenen Regeln schreiben .Kontiunität beim Schulbesuch war also nicht gegeben .Wichtig war, das er dort Kinder traf ,mit denen er Ware organisieren konnte . Während Fr. Hirsch und später auch ihr Mann bei Schwester auf die schulische Aufgaben Wert legten und Hilfe anboten ,war es Gabriele egal was Olly machte .Sie war mehr damit beschäftigt die Zeugen Jehovas wiederzubeleben ,eine Ort der Zusammenkunft einzurichten und neue Mitglieder zu rekrutieren. Olly war für sie eigentlich nur ein Objekt ,mit welchem sie die schwere Verantwortung für einen Waisenjungen öffentlich darlegen konnte .Da war es auch gut, das er mit der Schule nicht klar kam ,denn es passte in ihre Opferrolle
Während seiner Schulzeit hat sich das Leben für ihn nicht Groß verändert. Er hing auf dem Hof rum ,da die Wohnung ja verschlossen war (übrigens egal bei welchem Wetter)
An ganz kalten Tagen durfte er auch bei Fam. Hirsch in die Wohnung ,allerdings nur bis zu jenem Tag ,als etwas wertvolles verschwand .Da, der verdacht sofort auf ihn fiel ,wurde auch gleich Gabriele informiert ,alles durchsucht und später fand dann die feierliche Rückgabe statt .Während der Feierlichkeit ist dann das Hausverbot für Wohnung Hirsch ausgesprochen worden.
Wenn er nicht auf dem Hof war, spielte er mit den Ackerkindern oder ging auf Tour. Geburtstag wurde nicht gefeiert. Da es bei den Zeugen Jehovas so vorgeschrieben war. So war er auch Ostern oder Weihnachten allein im Hof . Da seine Freunde ja Geschenke auspackten oder Eier suchten. Nun könnte man denken ,das wenn der Boxer zurückkehrt das Leben des Ollys feiner wird . Naja . Er kam aus der Gefangenschaft ,da war Olly mit der Schule schon fasst durch .In der Wohnung wurde es nun enger .Rechts schlief Boxer dann Esstisch, dann Ollybett u. links das Bett von Gabriele. Aber was sag ich ,völlig egal, die Wohnung war sowieso meist verschlossen.
Boxer schlug sich wie bereits erwähnt beruflich durch ,wurde aber irgendwann Kraftfahrer im Fernverkehr .War kaum zu Hause und wenn doch , dann bei den Kumpels vom Boxverein .Er nahm Olly mal mit ,aber boxen lag ihm nicht ,Feiern durfte er nicht (Zeugen Jehovas) aber er lernte das Bier kennen.es sollte ihn fast ein Leben lang begleiten.
Kommen wir nun zu den Acker Kindern und Freunden mit denen er einst spielte aber jetzt auf Abenteuer ging. Wir kennen ja noch die Geschichte mit der Gabel, oder ? Nun ,es gab vor der Währungsreform nichts zu kaufen ,da auch kein Geld vorhanden war. Es wurde getauscht .Der eine suchte der andere hatte ein dritter vermittelte usw. Olly war gut im Beschaffen. Entweder wurde was im Schutt oder verlassenden Wohnungen gefunden , etwas vom Feld geholt oder ganz abenteuerlich, Kohle am Rangierbahnhof vom Wagon geworfen und später eingesammelt. Dieses Beschaffungstalent war ja auch der Grund ,warum er bei Familie Hirsch nicht so gern gesehen war. Leute die sein potential erkannten, veräußerten dann sein Zeug, oder bestellten bei ihm etwas. Er hatte aber nie nur einen Abnehmer und er war auch nie abhängig .Olly versilberte seine Beutestücke , später als es Geld gab, selbst, ohne Zwischenhändler.Er hatte auch ein Gespür dafür ,wer was brauchen konnte und richtete seine Touren darauf ein.Boxer sah das treiben und auch Herr Hirsch .Tauschen war ja Gang und Gebe aber die Beschaffung bereitete Ihnen sorgen. Herr Hirsch mittlerweile Ausbilder im Fernmeldeamt (weiter kam er nicht ,da er eine Mitgliedschaft in der SED ablehnte),versuchte Olly in irgend eine Berufsausbildung zu bekommen. Sein schulischer Abschluss sowie die mangelnden Deutsch und Mathe Kenntnisse ließen letztendlich nur eine Gärtner Lehre zu. Diese begann Olly auch ,war aber der erste der sie ohne Abschluss wieder beendete .
Durch seinen Bekanntenkreis wurde er auch auf die Halbweisenrente aufmerksam .Sein Vater kehrte aus dem Krieg ja nicht zurück .Also ermittelte er die Adresse seiner Mutter ,über dem roten Kreuz .Dann schrieb er eine Karte, mit eigener Rechtschreibung und einem Schriftbild eines 7 jährigen. Sie stimmte zu ,er fuhr runter alles wurde eingetütet und dann wieder weg. Es dauerte nur 1 Tag.Den Wohnort und überhaupt das er seine Mutter besucht hat ,hielt er vor Schwester und Familie Hirsch geheim. Schwester hat ihre Mutter erst nach dem Untergang der DDR kennengelernt .
Bevor Olly nach einem versprechen der Mutter gegenüber sich eine Job zu suchen zurückkehrte, besorgte er sich noch eine Waffe . Militärpistole oder so. Wieder zurückgekehrt wurde die Waffe entdeckt, was zu magengrummeln führte.Er hat sie dann gleich wieder vertickt .Weil die Stimmung zu Hause nun angespannt war ,fuhr er wieder in den Westen. Er schrieb seiner Mutter, daß er jetzt einen Job angenommen habe . Welcher das war entzieht sich meiner Kenntnis. Er war aber zumindest von kurzer Dauer oder erfunden. Danach war er für ein halbes als Helfer in einer Holzfirma .Nicht erfunden war dann sein Job bei der Deutschen Post /Fernmeldeamt. Es wurden natürlich Leute gesucht und er wollte mehr Geld . Olly war nun Depeschenfahrer /mit Fahrrad/.Wie er meinte war die Versuchung groß .Er öffnete nach eigenen Angaben ein Päckchen ,und wurde entlassen . Danach ging es zur Straßenbahn .Dazu schrieb er .Es kamen kleine Veruntreuungen dazu. Das Ergebnis Beschrieb er sehr nüchtern. Er sagte : Meine Pflegemutter musste ins Krankenhaus und mein Pflegevater konnte mich nicht allein behalten .So kam ich in ein Durchgangsheim und von dort 1 Jahr in das Jugendhaus Brandenburg/Havel. Dort bin ich mit 18 Jahren am 28.6.1957 entlassen worden. Ich habe mich gut geführt ,was auch der Jugendfürsorge und meinen Pflegeeltern berichtet wurde .Klingt also ganz normal. Was ist nun ein Jugendhaus .Auf jeden Fall kein Ferienobjekt . Es war ein Gefängnis für Jugendliche ab 14 Jahre .Nicht zu verwechseln mit Jugendwerkhof.An der Tagesordnung war dort strenger militärischer Drill, harte Arbeit und ständige Kontrolle .Auch herrschte dort eine ausgeprägte Gewallt unter den Häftlingen ,besonders gegen Neuankömmlinge .Diese tätowierten Olly dann auch die berühmten 3 Punkte auf dem Handrücken oberhalb des Daumens .Dies ist ein Knastzeichen mit vielen Bedeutungen. Zum einen Leben außerhalb der Norm, bei Jungendbanden, oder 3 Punkte nichts sehen, nichts hören ,nichts sagen ,oder du gehörst zum Untergrund.
Er hat dieses Tato nie entfernen lassen.
Nach seiner Entlassung ,bewarb er sich bei der kasernierten Volkspolizei .
In seinem Bewerbungsschreiben schrieb er abschließend: Nun muss ich noch einmal von vorn anfangen und habe den festen Willen ein anständiger Mensch zu werden .Um dies unter Beweis zu stellen, habe ich mich entschlossen der kasernierten Volkspolizei beizutreten und bitte um Aufnahme.
Daraus wurde leider nichts .
Er erhielt nun auch die Möglichkeit die Fahrerlaubnis zu machen welche er gerne annahm. Das Führen eines Fahrzeugs war für ihn recht spannend und machte Spaß. Geschuldet auch der Erfahrung die er sammeln durfte ,wenn Boxer ihn mal bei seinen Fahrten mit nahm ,bestand er die Prüfung sofort und mit Bravour .
Auf Grund seines Fahrtalentes konnte der Fahrlehrer Olly vermitteln. Zum einem braucht er ja Fahrpraxis und zum anderen hatte er ja kein Fahrzeug.Beides könnte der Job verwirklichen. Aber noch war es nicht soweit. Olly brauchte Geld, also gut es ging auf Tour. Sein Weg führte ihn in einem Konsum Schmuckgeschäft ,wo seine Schwester eine Ausbildung machte .Sie unterhielten sich recht lange, bis er dann ohne was gekauft zu haben, wieder ging .
Problem ,es fehlte eine Goldkette und Schwester hatte schiss das dies bemerkt werden könnte. Und somit ihr Job in Gefahr geriet .Aber trotz schlafloser Nächte ,es hatte niemand diese Kette vermisst .Ja, Olly weit reichten die Vorsätze aber auch die Erlöse nicht ,aber durch seine Beziehungen (Fahrlehrer)kam er an einen Job der Spaß machte(Auto fahren)UND VIEL GELD BRACHTE:
Die russische Gebiets Kommandantur sucht einen Fahrer. Er stellte sich und seine Fahrkünste vor. Ihm entgegen kam, er hatte ein gutes Fahrgefühl also fuhr perfekt ohne ruckartige Manöver und er sah attraktiv aus .Außerdem wir kennen ja Gabriele. Ihr Ziehkind musste aus Repräsentation Zwecken immer perfekt wirken. Daher wie damals üblich ging es ohne Kamm ,Taschentuch und polierten Schuhen nicht aus dem Haus .Nur das Fingernägel schneiden funktionierte nicht so .Für ihn waren Fingernägel Werkzeuge. So das er die Nägel an Daumen und kleinem Finger ins unermessliche wachsen lies.
Er war nun im rennen ,gewann dieses und fuhr jetzt eine Wolga mit Ledersitzen , auch zur Privatnutzung in bestimmten Grenzen .Zuerst war er Springer .Dadurch wurde bei einer seiner Fahrten ein hochrangiger Bauingenieur auf in aufmerksam. Er holte sich ihn und los ging es.
Dieser russische Ingenieur war für verschiedene Bauprojekte in dem Gebiet der ehem. DDR zuständig. Zunächst für alle und später als die DDR zu leben begann nur noch für russische .Also Militärobjekte, Villen der Höheren Generalität etc .Somit fuhr Olly kreuz und quer durchs Land .Manchmal 1 Tagestermin oder bei Mehrtagesterminen wurde er auch im Hotel untergebracht oder durfte bei guter Laune des Chefs auch nach Hause fahren um seinen Meister dann Tage später wieder abzuholen.
Dieser Mann war recht umgänglich ,hielt Oly trotz neue Vorschriften bei der Stange . Und trank gerne mal einen Wodka, oder 2 oder 3…Trotzdem gab er Geheimnisse nicht Preis (Geheimnisträger da auch militärische Objekte) aber erzählte viele Anekdoten.-
Hier ist eine Geschichte die Olly preisgab und die ihn selbst betrifft .
Es gab eine Konferenz in Rostock .Alle beteiligten wie auch Olly waren im Hotel Neptun, dem besten in der Gegend ,untergebracht .Die Fahrer hatten während der Aussprache frei . Sie erkundeten Warnemünde ,welches ja ein schöner Ortsteil von Rostock ist.Nun auf dem langsamen Rückweg und mit schon etwas Äthanol im Blut ,ging es den Fischer Hafen entlang .Die Idee kam auf, an einem der Anlegepflöcke herunter zu rutschen, Die Idee war ja auch Kuhl .Am Kuhlsten ,Aufwändigsten und Zeitraubensten war allerdingsder Weg zur Hafenkante . Das Gehirn vernebelt, das Wasser kalt und der Pflock feucht und mit Moos bedeckt .Nach Einsatz vieler physikalischer Gesetze gekaperten Seilen und Tüchern sowie vereinter Manneskraft ,konnten die Männer geborgen werden .Die Nacht war bereit vorangeschritten und die Rückfahrt der honorem Herren war für den Morgen angesetzt.
Nun weit nach Mitternacht betraten das Sterne Hotel Neptun ,einige jetzt komplett nüchterne Chaufeure in nassen matschigen bemoosten Anzügen das Hotel.
Die Mitarbeiter selbiges ließen sich die Geschichte schildern und setzen alles daran ,die Kleidung wieder vorzeigbar zu machen .Und es hat geklappt. Danke dem Personal. Um 8.00 Uhr ging die Fahrt zurück los.
Das Leben Ollys bestand natürlich nicht nur aus Arbeit. Auch wenn das private ein wenig davon herrührte. In der Buchhaltung jener Firma für die Olly tätig war ,arbeitete jemandes die er später ehelichen sollte .Sie war recht zurückhaltend und etwas mollig. Außerdem kam sie aus einen konservativen Elternhaus und war katholisch. Beide verstanden sich gut. Auch wenn Olly , wie er es immer tat ,mit anderen Frauen flirtete ,so störte sie es anfangs noch nicht ,er war halt so.
Wie für alle frisch verliebten, war diese Zeit wunderschön. Außerdem hatte sie nun einen in ihren Augen gut situierten Freund mit hohem Einkommen ,welcher noch dazu sie mit einem dicken Wagen durch die Gegend fuhr. Und er, er lernte erstmalig ein Familienleben und den Zusammenhalt einer Familie kennen. Das jemand auch für andere wie auch für ihn da sein kann. Dies kannte er aus dem Leben mit Gabriele nicht.
Da ging es ja nur um Gabriele und ihr Leid mit dem Jungen ,der nicht mal in die Wohnung durfte , wenn sie nicht da war usw. . Dann ging es um Gabriele und um Gabriele und die Zeugen Jehovas.
Nun Olly lernte nun das Familienleben und all die Rituale wie Ostern , Weihnachten oder Geburtstag feiern kennen. Es war neu aber fühlte sich Anfangs sehr gut an. Man unternahm viel zu zweit oder mit der Familie . Es war eine schöne Wohnung im Reihenhau mit Garten ,die sie bezogen .Nicht das trübe Zimmer in dem Gabriele das sagen hatte. Seine Freundin tat alles für ihn und er machte wie er es von Gabriele kannte alles was gesagt wurde . Eigene Ideen waren Mangelware ,bis auf sein Beschaffungstalent ,was dem junge Paar bei der Einrichtung ihrer Bleibe auch gut tat. Sie wurde jetzt aber auch recht eifersüchtig ,so das ein Blick oder lächeln Seiten Ollys zum andere Geschlecht schon dem Tatbestand des fremd Gehens erfüllte.
So schön, so gut .Die Familie seitens der Freundin war nun konservativ katholisch . Was für eine Eheschließung voraussetzte , das Olly getauft wird. Dazu erhielt Olly nun Religionsunterricht und eine Bibel. Letztere mehr zur Deko. Eine Ehe durfte vor dem Konzil nur mit Partnern der gleichen Konfession ,Glaubensrichtung geschlossen werden. Es gab noch Ausnahmen. Diese bedurften aber der Zustimmung des Bischofs . Da wird die Ehe dann im stillen Kämmerlein geschlossen u. beinhaltet die Bedingung, entstandene Nachkommen als katholische Christen aufzuziehen. Gut es gab ein Taufgespräch mit der Verwandtschaft und dem Pfarrer . In diesem Gespräch , hatte Olly noch einige Rückfragen .Diese konnte der Pfarrer nicht eindeutig und überzeugend beantworten .Mit einem Kurzstatement wollte selbiger den Dialog abwürgen . Weiteres nachharken durch Olly wurde durch das eingreifen der zukünftigen Familie abgewürgt . Unter anderen mit den Worten. Das was der Pfarrer sagt stimmt und wird nicht hinterfragt . Nun Olly war jetzt mit dem Konflikt der katholischen Lehre sowie der katholischen Realität konfrontiert ,aber mit einem Machtwort des Popen stillgelegt. Er wurde nun getauft und heiratete feierlich in der Kirche . Seine Familie war auch da .Eine Hochzeitsreise gab es nicht ,aber Hochzeitsnächte . Das näherkommen vor der Ehe war ja nicht gewünscht. Nun für Katholiken ist der Akt ja auch für die Fortpflanzung gedacht und kein Spaß. Er pflanzte sich 2x fort .
Ein Junge und ein Mädchen. Wieder eine neue Situation aber eine gute. Zum ersten mal konnte er sich um jemanden kümmern. Sie machten Ausflüge ,wenn es sein Dienst erlaubte und er brachte Geschenke. Er spielte nicht mit ihnen ,aber er war für sie da . Olly versuchte all ihre Wünsche zu erfüllen , oder er decke sie einfach nach dem Schlafengehen mit einer Decke zu . Sie liebten ihn abgöttisch.Bei seiner Frau ging die Liebe zu ihm langsam zurück.
Er war mehr für die Kinder da, als für sie . Olly war oft länger auf Reisen und meldete sich nicht gleich,mangels Telefon. Trotz daß er bei längeren Reisen auch zwischendurch zur Familie fahren konnte,und er somit da war ,fand sie es nicht so schön ,das er oft woanders übernachtete . Zum Beispiel in Hotelpensionen. Ihr Misstrauen wuchs und sie stellte sich ständig vor ,dass Olly in der Ferne mit anderen Frauen rummachte .
Dazu kam ,das sie mit den Kindern zu Hause war. Katholische Christen gaben ihre Kinder nicht in den Kindergarten ,wobei zu dieser Zeit , auch nicht genügend Plätze vorhanden waren. Nun die Kinder gingen aber regelmäßig in die frohe Herrgottstunde der Kirche ,wo sie nach christlicher Manier spielen und malen konnte,.
Wenn seine Gattin mal mit alten Kollegen sprach und sie wissen wollte wie ihr Mann sich so macht ,hörte sie nur ganz der Alte.Das hieß für sie natürlich flirten und flirten und flirten .Stimmt sagt Olly, aber mehr war nicht .Nun ,das Ganze sorgte für schlechte Stimmung im Hause . Das Misstrauen der Gattin ,es wurde noch größer . Ihren Vorschlag ,den Job zu wechseln und vor Ort eine Arbeit zu suchen, lehnte Olly ab .Er fand die Arbeit super ,einen tollen Chef, viel Geld ,immer neue Orte und Menschen zum kennenlernen. Also ein vielseitiger , gutbezahlter Job, ohne viel Aufwand und ein Auto zur privat Nutzung .
Die familiäre Stimmung war also im unteren Bereich ,so das Olly sich immer stärker zurückzog . Und auch mal für Kollegen einsprang. Dies erhöhte natürlich das Misstrauen seiner Frau. Sicherlich gab es noch andere Faktoren, aber am kochen kann es nicht gelegen haben. Dies konnte er ,nur das die Küche danach ,etwas speziell aussah.
Handwerklich war er auch eine 0 von 10 ,aber jeder hat seine Talente .Egal alles was die Beziehung auch Gutes hatte ,sie scheiterte . Und ausgerechnet war das Ende ein dramatischer Supergau. Auslöser war ein immer wiederkehrendes Thema. Sie beschuldigte ihn des Fremdgehens und er wiedersprach und fühlte sich ungerecht verurteilt. Die Stimmung an diesem Tag schaukelte sich dermaßen hoch ,das Olly in einem grausigen Wutanfall einiges Mobiliar zerstörte, die notwendigsten Sachen griff und nie wieder gesehen war.
Man sah sich noch zur Scheidung staatlich wie auch kirchlich. Staatlich gab es Unterhalt zu zahlen für die Kinder. Ich würde sagen er hat gezahlt, gesagt hat er dazu nichts .Ich habe aber auch nicht gefragt. Kirchlich war er nun exkommuniziert .Vor dem Scheidungsgericht ,warf er impulsiv ,,wie er damals noch war die Taufurkunde auf das Richterpult .Olly trat somit aus der wie er sagte ,verlogenen und heuchlerischen Kirche aus .
Das Drama war ein anderes .Ob er stolz oder feige war ,ich vermute letzteres .Empathie hatte er ja nie gelernt ,oder erfahren ,aber…..
Er hat sich nie wieder bei seinem Kindern gemeldet, auch nicht als sie im späteren Alter den Kontakt suchten , hat er es immer abgelehnt.
Wir wissen die Kinder waren sein ein und alles und sie liebten ihn.
Von heut auf morgen war er weg und sie noch recht jung. Kann sein 7 u.5 Jahre oder jünger. Er war weg. Und dann kamen noch die bösen Geschichten von der Verwandtschaft . Oder auch der Mutter ,welche ihn sicherlich nicht als heiligen darstellte. Er hatte laut Gericht ,mit Begründung seines Ausrastens kein Umgangsrecht . Also Anfangs durfte er die Kinder auch gar nicht sehen. Später wollte er nicht ,warum auch immer. Leider muss man dazu sagen, das seine Tochter einen völligen psychischen Zusammenbruch erlitt ,und lange Zeit in Bedhandlung war. Sie wollte auch nicht über diese Zeit sprechen . Sein Sohn war etwas offener ,sprach aber auch nicht über diese Zeit .
So Olly landete wieder bei Gabriele ,die ja schon immer wusste das die Frau nichts für ihn war .Sie war jetzt krank und leidend ,Frührentner gab aber auch gleich die ersten Befehle für eine bessere Orientierung .Also mach dies mach jenes usw. Sie selbst war auch etwas frustriert ,da die DDR oberen den Gedanken trugen ,die gerade wieder mühsam aufgebaute Struktur der Zeugen Jehovas zu verbieten.
Ja, was kommt nun .Auf Arbeit lief es auch nicht rund. Die Bonzen waren jetzt nicht ausschließlich russisch und sein Chef bekam eine Herzinfarkt ,den er leider nicht überlebte .Die schützende Hand war nun weg . Jetzt hieß es, wenn du diesen lukrativen Job behalten möchtest ,dann tritt in SED ein , sonst Finita .Gut Job weg. Da arbeitspflichtig ,bewarb er sich bei einem Getränke Händler und kutschte jetzt Bier hin und her . Auto nun weg
Also besorgte er sich ein Motorrad .Denn zu Fuß oder mit dem Öffentlichen Nahverkehr war nicht sein Ding. Ich glaube ,er wusste nicht einmal wie man die Öffis benutzt.
Bierkutscher klingt nach keinem Großen Ding . Aber die Biersortern Wernersgrüner u. Radeberger waren
Exportschlager und in der sozialistischen Republik schwer zu bekommen. Diese Marktlücke konnte Olly etwas schließen. Denn der LKW war ja offen. So fiel auch mal was vom Wagen . Sei es kaputt oder geklaut oder nicht da.
Olly wußte schon wie es geht .
Jetzt auf einer dieser Touren, gab es einen kleinen Laden ,den er mit Getränken belieferte .In diesem Laden gab es eine Objektleiterin und als er sie sah ,war sein 1. Gedanke ,die ist es. Sie sah seiner Mutter ähnlich und von der Art. her könnte es Gabriele gewesen sein .Sie freundeten sich an und kamen sich näher .Er besorgte Ihr alles was sie zu brauchen schien und sie fand es nützlich .
Also die große Liebe . Er wohnte noch bei Gabriele u. dem geselligen Boxer .
Seine „Neue“ wohnte auf einem größeren Grundstück mit Haus , Was heißt Haus .Ein Flachbau genau gesagt eine eine ehemalige Fotowerkstatt. Problem nur ,in dem Haus wohnten auch ihre 2 minderjährigen Kinder sowie deren Vater .Kein Problem ,denn jene von Olly erwählte Frau kannte auf Grund ihres Jobs viele Mitbürger . Sie er schuf nun einige Legenden und furchtbare Geschichten die immer nur 1 Opfer sahen. Sie selbst . So stand sie auch recht mutig da ,als sie die Scheidung einreichte . Es sollte eine „ schmutzige“ Scheidung werden in der Ihr Mann nichts bekam . Auch nicht die Investitionen am Haus ,kein Sorgerecht aber ein Loch im Konto für die Unterhaltszahlung . Er hielt aber heimlich kontakt zu seinen Kindern. Ihr Mann ging ohne Haus, ohne Kinder . Ins Haus zu den Kindern kam nun Olly . Er heiratete und nahm nach DDR Recht die Kinder an .Nicht adoptiert .Sie trugen fortan wie auch seine Angetraute Ollys Namen. Das Leben geht weiter ,die neue Familie wuchs zusammen. Mitten im wachsen hatte Olly einen Motorradunfall . Gerüchten zu folge gab es einen Toten ,aber Schuld hatte er wohl nicht. Es war sein 2.Unfall.Eimal nahm ein ältere Radfahrer Olly die Vorfahrt .Der Radfahrer verletzte sich und der Unfall stand in der Zeitung.
Ergebnis dieses neuen Unglücks , war ein Kieferbruch sowie ein unbrauchbares Motorrad.
Es wurde als Ersatzteilspender verkauft .Olly wiederum kam ins Krankenhaus .Dort sollte er eigentlich gleich behandelt werden ,aber der zuständige Chefarzt musste in eine Parteisitzung. Derweil schwoll sein Gesicht an ,es Schmerzte war rot unterlaufen wurde später blau und grün. Man erkannte ihn kaum. Nun war es ein Tag später als Olly beim Chefarzt vorstellig wurde .Die Schwellung musste nun erst einmal zurückgehen ,bevor man etwas unternehmen konnte. Es wurde geröntgt und festgestellt das der Knochen bereit teilweise zusammengewachsen war ,aber schief. Man wollte den Kiefer noch einmal brechen und mit eine Gestänge ausrichten ,so das das Gesicht wieder in Form gebracht wird .Dies würde natürlich erst gehen wenn die Schwellung wieder abgeklungen ist .
Olly sagte dankend ab .Er wollte nicht noch einmal all die schmerzen durchmachen. Übrigens begann durch die Entzündungsherde oder was auch immer ,eine Ohrmuschel abzusterben, Sie wurde dann bis auf einen Stummel entfernt .Also die Brille hielt noch. Im Krankenhaus selbst musste er fast 2 Wochen bleiben .Seine Langeweile vertrieb er sich mit flirten. Und wie er sagte nur flirten, da war nie was .Obwohl ihm seine neue Frau ,so etwas unterstellte .Sie war wohl unzufrieden . Da sie sich immer mehr zu einer Gabriele entwickelte ,ließ seine Zuneigung etwas nach und er konzertierte sich mehr auf sich, was sie ihm auch vorwarf. Zurück zum Thema, Seither trug er einen Vollbart ,so das das schiefe Gesicht nicht mehr war genommen werden konnte . Für Olly war dieser Unfall zumindest traumatisch
Die Erinnerung stirbt nie (Trauma),auch war er Entstellt und seine Familie warf ihn den Tod eines Mitmenschen vor .Schwester ,Fam Hirsch, Gabriele und co. Motorrad fuhr er nie wieder .Dafür wurde es ein Auto .Nun machte die Familie auch mehr Ausflüge ,auch um die Kinder etwas mehr an ihren Ziehvater zu gewöhnen. Das interessante bei Ausflügen mit Olly ist die Chauffeurstrategie. Er fuhr meist mit dem Fahrzeug direkt an das Geschehen.Am liebsten parken direkt am Eingang. Hieß das Ziel Museum ,so fuhr er die Familie bis vor die Kasse , blieb selbst aber am oder im Auto. Museen war nicht so sein Ding .Aber Autofahren schon .Dies war sein fast einziges Talent .
Selbst wenn er frei hatte und bereits seine tägliche Ration Bier verzehrt hatte ,konnte man in noch anrufen ,wenn der LKW mit Hänger zurückzusetzen war. Dies konnte er im Schlaf oder wie in vielen Fällen betrunken.1 Kasten Bier war schon Grundbedarf für Gäste und den Eigenbedarf. Auch das rauchen spielte eine Rolle. Seine Frau Kette und er ab und zu . Sie hatte schon Stands in den Atrien und er wollte aufhören. Versuch öfter, Erfolg erst mit Mitte 60.
Bei einen der versuche wollte er den Rückfall vertuschen und kletterte wenn der drang zu stark, auf eine Birnenbaum um zu qualmen. Auf flog es, als ihm eine Kippe entglitt und diese seiner Frau vor die Füße fiel.
Ja Ollys Talent war also Auto fahren und Dinge heran zu organisieren. Dies half seiner Frau , denn sie konnte kein Auto fahren ,weshalb sie Olly auch brauchte . Bei anderen Dingen sagte sie. Er ist zu nichts zu gebrauchen .Reparaturen am Haus machten oft Nachbarn und Freunde ,den Garten außer Brennholz organisierte sie .Brennholz konnte Olly gut .Meist aus Bier Paletten .Wenn Tapezieren anstand, so machte auch dies seine Frau auf ihre Art ,Einfach auf die alte Tapete eine Neue ,so wurde die Wohnung immer enger und die Isolierung besser. Auch saugte seine Gattin ständig Staub. ,Selbst Glut ,die aus dem Kamin viel, saugte sie sofort auf .Ich wollte nicht ihr Schutzengel sein.
Kochen konnte Olly auch ,es schmeckte auch lecker .Anfangs tat er es auch . Aber da die Küche nach solchen Ereignissen immer dramatisch aussah ,verbot sie es ihm.
Gut handwerklich war er nicht gut drauf und kaputtreparieren sein Spezialität. Da viel auch mal ein Glas aus der Tür , weil er es halt persönlich eingebaut hatte .
Trotz alledem er bekam noch eine Tochter . Und wieder war sie sein ein und alles .Ihr ging es bei ihrem Vater gut ,bei der Mutter dann um so schlechter. Hoffte sie doch Olly mit dem Kind mehr an sich binden zu können. Doch das Gegenteil geschah .Sie war auf ihre Tochter eifersüchtig .Und was das für des Kind bedeutet, kann man sich vorstellen .Sagen wir soviel .Sie hat keinen kontakt mehr zur Mutter. Übrigens ist seine Frau 10 Jahre jünger als Olly. Merkt man aber nicht ,so leidend wie sie sich immer gab.
Die Familie kam trotzdem klar und Olly bekam einen neuen Job . Dieses mal natürlich LKW Fahrer aber für ein großes Kombinat .Somit hatte er noch mehr Möglichkeiten zum Tauschen von Waren und bekam auch mehr Lohn.
Leider verstarb in dieser Zeit unsere Gabriele .Sie hinterließ ihrem Boxer ,welcher gesundheitlich nicht mehr so ganz Fit war .Fam Hirsch und co. besorgten einen Heimplatz .Und Olly war der Erbe .Fam. Hirsch suchte alles zusammen ,was für den Boxer wichtig erschien und gaben es ihm mit .Auch Erinnerungsstücke, alte Post Dokumente usw. Olly schaute nach verwertbaren . Um es zu verwerten. Der Rest kam in den Container. Ollys Frau hingegen ,suchte nach wertvolleren. Das Konto war leer ,Schmuck gab es nicht und das Sparbuch verschwunden .Was sie nicht wußte ,zu DDR Zeiten wurde für einen Heimplatz das Sparbuch und ähnliche Werte dem Heim überschrieben.
Schade auch für Fam. Olly. Gut um das Grab seiner Zieheltern kümmerte sich Olly aber Liebevoll und regelmäßig.
Später wurde noch der Boxer dazugelegt und ganz am Ende er selbst. Danach war jenes Grab mit 3 goldenen Türschildern mit Aufschrift ,sowie wild wachsenden Kräutern versehen. Dank seiner jetzigen Frau. Jetzt lebt aber Olly noch. Er durfte nun die Wende miterleben .War spannend. Demonstriert hat er nicht ,aber nach Grenzöffnung war er gleich am 1.Wochenende das Begrüßungsgeld holen. Nun die Freiheit war da .Das Ehepaar nutzte die neue Freiheit für kleine Reisen. Immer mit Auto, ohne Kinder nach Paris ,Italien Österreich. Die Kinder hatten der weil sturmfreie Bude und besonders der älteste Sohn nutze die, um mit seinen Freunden einige Festivitäten zu begehen. Mit der fristgerechten Übergabe der Wohnung ,klappte es nicht immer ,so das es zu Zerwürfnissen zwischen ältesten Sohn und Familienvorstand kam. Die Zerwürfnisse verstärkten sich ,als eine gewisse Diskrepanz zwischen einnahmen und ausgaben von Geldmitteln offengelegt wurde .Allerdings zu Nachteil der Eltern. Diese Situation mündete im plötzlichen verschwinden des Sohnes . Er sollte sich später in Spanien niederlassen ,wo auch seine Freundin herkam ,welche eine Zeitlang mit bei der Familie lebte .Gerüchten zufolge sollen wohl seine Geschäfte dermaßen daneben gegangen sein, das ihm das, als einziger Ausweg erschien.
Da waren es noch 2 Kinder .Eine leibliche und eine angenommenen Tochter. So die Wende verlief weite . Die DDR wurde an das Bundesgebiet angeschlossen .Es gab nun D-Mark und neue Chancen . Ollys Angetraute nutzte diese ,indem sie eine Zootierhandlung eröffnete .Zuerst mobil und später stationär . Und die Familie packte mit an. Die kleine Tochter animierte die Kunden als Katze, die Große half im Laden. Eine Freundin half auch mit ,kostenfrei sie machte sauber und reinigte später die .Tiergehege. Denn als große Tochter alt genug war ,wurde sie Zoohandelskaufrau.Somit gab sie der Mutter pro Forma die Genehmigung Haustiere zu verkaufen. Und was machte Olly. Natürlich Ware holen und ausliefern .Anfangs lief die Firma gut. Später sollte noch eine Filiale hinzukommen . Diese wurde eingerichtet aber nie eröffnet . Warum ,ja man wart ein wenig bequem und schuld waren immer die anderen. So fehlte oft Ware ,oder war verfallen da man nur in großen Mengen kaufte ,war ja billiger. Unter Mittag machte man ein Schild an die Tür . Komme gleich wieder.
Ich stand da auch mal rum und durfte die frustrierten Kunden erleben, die nach einiger Wartezeit wieder abwanderten. Grund, es kommt ja sowieso keine Kunden und Mittagschlaf zu Hause ist wichtig. Man hätte ja auch andere Öffnungszeiten anbringen können.
Statt nun ständig das gesamte und frische Sortiment bereit zu halten und Ladenhüter preisgesenkt anzubieten, entschied man sich dazu ,den Laden komplett blau zu gestalten,sonst nichts . Da hat die Kundschaft natürlich drauf gewartet .Und als dann noch in der Nähe ein Fressnapf (Zoohandelskette) aufmachen sollte war der Schuldige ausgemacht . Sie lebte dann vom Krankengeld und später Sozialhilfe.
Gut das Kapitel weg ,nächstes auf. Auch Ollys Arbeitsleben veränderte sich .Kombinate wurden nun aufgesplittet und die profitablen Teile verscherbelt , der Rest abgewickelt .(Liquidiert) Da nun weniger produziert wurde bzw. seine Abteilung in der Abwicklung stand . Bot er sich für den Chauffeurs Job an . Dieser wurde frei, da sein Vorgänger hauptamtlich bei der Stasi gearbeitet hatte. Olly hatte ja Erfahrung .und der Job war seiner . Er fuhr nun die Bonzen wie er sie nannte durch die Gegend. Auch der Bürgermeister saß des Öfteren mit im Auto. Dort bekam er auch die Gespräche mit . Die Themen waren :Abwicklung, Treuhand, verkaufen, schließen usw.
Manche Betriebsteile wurde fast verschenkt oder verschleudert ,und das meist an ehem. Kunden oder Mitbewerbern der selben Branche. Somit konnten die interessierten Firmen , sich entweder die Ware sichern oder Konkurrenz ausschalten. Auch hatten viele Gespräche einen offenen Charakter , denn oftmals waren die Fahrgäste nebst Bürgermeister recht alkoholbeeinträchtigt.
Irgendwann war alles abgewickelt und die Bonzen versorgt. Was nun mit Olly ? Olly ließ sich abfinden .Er war 55 und ging somit in den Ruhestand . Das viele Geld wurde sofort in das Haus gesteckt .Es gab einen Anbau und später auf Kredit Basis mit Liquiditäts Schwindel und Hypothek ein kleine Haus ,über den Flachbau . War für die älteste Tochter. Logisch das Geld reichte nicht .Man versuchte mit Bau Reklamationen noch Geld zu machen ,scheitere aber .Nach nun 30 Jahren ist dieser Bau immer noch nicht Wärme isoliert oder verputzt aber bewohnt. Oben wohnt die große Tochter ,unten haust die Mutter. Was diese nicht wußte. Ein weitläufiger Nachbar ,wollte Olly sein kleines Haus vermachen. War eigentlich gut in Schuss. Olly lehnte aber ab .Er meinte, von dem ganzen bürokratischen Aufwand Notar ++ habe er keine Ahnung .und letztendlich würde sich dann die Olle drauf setzten und er hätte nichts ,außer noch mehr Stress .
Übrigens noch ein paar Zwischensätze .Große Tochter wohnte ja oben in dem nicht fertigen Neubau .Mit Ihr ein Mann welcher ihr eine Tochter schenkte .Er war so Marke ein gehobener Herr ,der alles kann . Dieser hat es sich aber auch zur Aufgabe gemacht seine Tochter sexuell zu missbrauchen .Die Familie stellte alles als normal da, bis dann durch Äußeren Druck dieser Superheld das Haus verlassen musste. (Er wurde vom Gericht nicht bestraft ,da seine Tochter nicht gegen ihn aussagen wollte) (Er hatte aber später Umgangsverbot )Wer auch pünktlich zum 18. Geburtstag das Haus verließ ,war seine Tochter .So das große Tochter nun ohne Tochter alleine in Ihrem Hause wohnt
.Warum war das alles so. Ollys Frau war eine Feine .Alle waren schuld an ihrem Leid ,und sie ließ es jeden spüren .Sie sprach schlecht über andere und bei anderen schlecht über jene. Für Olly hieß es ,er ist zu nichts zu gebrauchen, er ist dumm ,ohne sie könnte er nicht existieren. Er passte sich an ,war ja durch Gabriele gut trainiert .Er führte alle Kommandos aus ,Fuhr in 6 Supermärkte um überall die Sonderangebote zu kaufen ,fuhr seine Frau durch die Gegend holte und brachte die Enkel usw. Auch komisch er lobte zu jeder Mahlzeit ihr essen ,obwohl er noch nichts im Mund hatte.
Gemeinsames Schlafzimmer gab es schon lange nicht und jetzt im Alter wurde im vorgeworfen mit sich selbst Fremd zu gehen. Man konnte mit dieser Frau nicht normal reden. Fühlte sie sich angegriffen ,kam gleich eine Belehrung oder ähnliches.
Sie lag im Krankenhaus wegen einer Aterien Operation. Da fing sie an zu jammern ,das sie es nicht mehr zum Friseur geschafft hat und ihre Haare furchtbar aussahen. Einer der anwesenden, nennen wir ihn Schwiegersohn ,welcher sie immer noch sitzen musste meinte. Macht nichts im OP bekommen sie ein Haube auf ,sieht man nicht .
Ihre Worte waren ,sie gehen jetzt bitte .Er durfte sie auch nicht mehr im Krankenhaus besuchen. Oder eines Tages wurde eine Bestellung nicht abgeholt. Ein Spanferkelkeulchen und Olly der für einen Caterer nebenher auslieferte ,durfte es mitnehmen. Nach einer Stunde kam er wieder zurück mit den Worten, Meine Frau nimmt keine Almosen. Auch gab es eine Unausgewogenheit bei Geschenken. Reinkommen zu dieser Frau durften nur gut überlegte wertvolle Geschenke .Zum Beispiel Parfüm oder eine Drachenfigur oder Gebrauchsgegenstände etc. waren inakzeptabel. Von ihr selbst kamen Sachen , die sie nicht mehr brauchte . Oder wenn man mal was sagte, dann eine CD mit indischer Tee Musik +Entspannungstee .Oder eine Karte mit weisen Sprüchen ,die einem auf Unzulänglichkeiten hinweisen sollten. Also recht entspannt.
Sonnabend hatte sie immer die Enkel welche Olly lieferte .Einer wurde immer bevorzugt und bekam Geschenke, der andere welcher seinem Vater ähnlich sah nicht .Bei schönem Wetter konnten die Kinder draußen auf dem Grundstück spielen ,bei schlechtem Wetter bei Olly im Keller mit den vielen Schätzen ,die er sammelte. Man kann immer mal was brauchen .Lieber haben als brauchen.
Es kam auch vor das Frau Olly sich nicht fühlte ,dann saßen die Kinder den ganzen Tag im Hochstuhl. Gespielt haben sie nur unterteinander, Olly kannte es ja nicht ,das Erwachsene mit Kindern spielen.
Zu dieser Zeit kam auch der verlorene Sohn 2mal im Jahr zu Besuch ,er war Fernfahrer und wohnte in Spanien . Dorthin fuhr Olly dann ,natürlich mit dem Auto und seiner Frau .Leider nicht entspannt ,denn seine Frau hatte immer etwas zu kritisieren. Olly wurde nun im Alter gelassener. Er verzichtete auf einen Urlaub mit der Gattin ,um auf den Hund und die Katze aufzupassen offiziell .Inoffiziell äußerte er ,Urlaub mit ihr ist nur Stress, Ist sie weg ist es wie Urlaub für ihn. Auch so distanzierte er sich . Er verwirklichte alle Aufgaben und wenn sie mal wieder Kritik übte ging er einfach .Sie führte ja auch die Haushaltskasse , Da aber Olly nun einen Nebenjob beim Caterer ausübte, hatte er eigenes Einkommen und Trinkgeld . Sie aber keine Kontrolle mehr .Er konnte jetzt auch hinfahren wo und wann er wollte. Denn die Termine der Fahrten für den Caterer , legte er nicht offen. Er führte jetzt sein eigenes Leben.
Im Alter wurde er jetzt entspannter .Er rauchte und Trank nicht mehr und nahm jeden Tag eine Banane zu sich . Er fuhr spazieren unterhielt sich mit Leuten oder mit dem Mann im Lottoladen ,wo er jetzt wöchentlich spielte ,aber nie gewann . Er begann das Leben zu genießen ,aber es war endlich .
Es sollte kurz nach seinem 80. Geburtstag abrupt enden .Er wollte Spinat holen und viel kurz vor dem Auto Tod um . Ein schöner Tod .Er war fast nie krank und musste sich somit nicht in den Tod hinein quälen. Er hatte mal was mit dem Gehörgang aber die Betäubung versagte , er viel vom OP Tisch. .Zähne hatte er die 3. Und sonst war noch was mit den Stimmbändern ,sonst nicht .
Alle anderen Krankentage waren gespielt .Die Beerdigung war ,wer hätte es gedacht recht spartanisch . Es gab kein Aufenthalt in der Kapelle und keine Abschiedsrede. Die Urne wurde im engsten Familienkreis zu Grabe getragen und vergraben .Dann ein paar Blümchen und Utensilien der Trauergäste ,Luftballone stiegen auf und dann ging jeder seiner Wege.
Das Gerücht ,um die Fremdenlegion kann ich nicht bestätigen. Er hat nicht davon gesprochen.
Es kann sein, das er nach dem Besuch bei seiner Mutter ,sich bei den Legionären vorgestellt hat .Im französischen Besatzungsteil haben sie ja alte Wehrmachtsleute versucht zu werben .Er wurde mit Sicherheit nicht genommen. Zu jung, zu Schmächtig usw.
Es kann aber auch sein ,das er seine Tattoos mit der Legion in Verbindung ,brachte um vom Gefängnis abzulenken .
Ende Ende Ende
